GIPFELBLICKE
Letzte Aktualisierung: 14.08.2017
                    © Erich Arndt
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Die glorreichen Sieben der Alpenländer   SLOWENIEN
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              Triglav 2.864 m
Geografie: Der   Triglav    ist   der   höchste   Berg   der   Julischen   Alpen ,    einem   glazial   überformten Kalkgebirge.     Unsere Aufstiegsroute: 1 . Der   Start   erfolgt   von   der   Alpenvereinshütte   Aljazev   dom    (1.010   m)   und   führt über   den   Prag-Weg   (Schwellen   Weg)   über   einen   Klettersteig   und   Geröllfelder zur Berghütte Triglavski dom  (2.515 m). 2 . Von   der   Berghütte   Triglavski   dom    geht   es   dann   mit   Felskraxelei   an   einen   mit Drahtseilen gesicherten Klettersteig zum Triglav Gipfel.  Unsere Abstiegsroute: Wie Aufstiegsroute.  Anstrengung: Anspruchsvolle   lange   Bergwanderung   mit   alpinen   Einlagen   an   den   Klettersteigen Prag-Schwelle      und      Gipfelbereich      (T3–T4).      Die      Hände      werden      zum Vorwärtskommen benötigt.   Ausrüstung: Alpine Ausrüstung , Hüttenschlafsack. Gefahren: Alle alpinen Gefahren im Hochgebirge. Bei Querung von Altschneefeldern in den Rinnen besteht Absturzgefahr, da keine Sicherungen vorhanden sind. Beim steilen Aufstieg kann es zum Steinschlag kommen. Bemerkungen: Der    Triglav,    der    Dreiköpfige “,    ist    der    höchste    Berg    der    Julischen   Alpen    und Sloweniens.   Auf   dem   Gipfel   des   Berges   befindet   sich   der   Aljažev   stolp    (Aljaž- Turm).   Bei   überraschenden   Unwettern   ist   der   kleine   Turm   ein   Faradayscher   Käfig und    bietet    kurzzeitigen    bis    zu    5    Bergsteigern    Unterschlupf.    Auf    Sloweniens höchstem   Punkt   gibt   es   ein   Gipfelbuch   und   wer   will   kann   sich   einen   Stempel   ins Tagebuch    drücken.    Ebenso    kann,    wer    will,    dem    dreiköpfigen    Gott    ein    Opfer bringen:   Der   Kopf   wird   in   die Tür   des   kleinen Turms   gesteckt,   dann   gibt   es   mit   dem Seil eins auf den Hintern.
                                                                                           Im Reisetagebuch geblättert                                                                                                   (Freitag, 04.07.2014)                                                                                                                           Gipfelfreude auf dem Triglav – Fußballfreude in der Hütte                                                                                                                                                                                                        
Den   härtesten   Gipfelgang   der   Südosteuropatour   haben   sich   die   drei Sachsen    für    den    Schluss    aufgehoben.    Heute    steht    der    Triglav, Sloweniens    höchster    Berg,    auf    dem    Programm.    Ab    5:45    Uhr wandern   Brigitte,   Danny   und   ich   in   Richtung   Tal-Schluss.   Nach wenigen     Minuten     ist     im    Angesicht     der     imposanten    Triglav- Nordwand     das     Partisanendenkmal,     ein     riesiger     Haken     samt Karabiner,   erreicht.   Ein   Schneefeld   wird   gequert,   dann   geht   es   auf eine   mächtige   Felswand   zu.   Der   Prag   ist   die   Schwelle   zum   oberen Teil   der   Schlucht.   Sie   ist   gewissermaßen   die   Schlüsselstelle   des Anstiegs.       Im       steilen       Zickzack       geht       es       hinauf.       Die absturzgefährdeten     Stellen     sind     mit     Eisenstiften,     Tritten     und Drahtseilen   gesichert.   Nach   der   Prag-Stelle “   schlängelt   sich   der Weg   auf   Felsbändern   hinauf   zu   einer   Schutthalde.   Kritisch   wird   es nochmals    an    einer    mit    Altschnee    gefüllten    steilen    Rinne.    Die Felskletterei   ohne   Sicherung   ist   gefährlich,   denn   wer   hier   abrutscht, fällt   nicht   weich.   Auf   dem   Karrenplateau   oberhalb   der   Schutthalde liegt   noch   erheblich   viel   Schnee.   Die   Steigeisen   sind   im Auto   –   wie schön!   Nach   knapp   sechs   Aufstiegsstunden   ist   die   Triglav-Hütte (Triglavski   dom)   erreicht.    Die   Kraxelei   ist   aber   noch   nicht   vorbei. Nach   einer   kurzen   Erholung   geht   es   weiter   steil   350   Höhenmeter zum   Gipfel   empor.   Zuerst   führt   die   Kraxelei   zum   Kleinen   Triglav hinauf.   Der   weitere   Weg   über   den   Verbindungsgrat   und   der   letzte Aufschwung     zum     Hauptgipfel     sind     nahezu     durchgängig     mit Eisenstiften   und   Stahlseilen   abgesichert.   Um   13:30   Uhr   fallen   sich drei   Sachsen   in   die   Arme,   denn   sie   haben   den   Gipfel   mit   dem
krönenden   Aljažev- Turm   erreicht.   Eineinhalb   Stunden   später   sitzen die   Gipfelstürmer   auf   der   Terrasse   der   Triglav-Hütte   und   süffeln   Bier aus   der   Büchse.   Brigitte   hat   alles   gegeben,   darauf   kann   sie   sehr   stolz sein.    Es    ist    wie    eine    Belohnung,    als    wir    um    18:00    Uhr,    beim Abendessen   das WM-Viertelfinalspiel   Frankreich   –   Deutschland   (0:1) hoch oben in einer slowenischen Alpenhütte sehen dürfen. Die   Nacht   im   Bettenlager   war   erholsam.   Nach   dem   Frühstück   –   zwei Scheiben    Brot    mit    Spiegelei    und   Tee    –    beginnt    ab    7:00    Uhr    der Abstieg.   Am   Gipfeltag   schien   die   Sonne,   doch   heute,   am   Samstag, hängt   der   Himmel   voller   Wolken.   Über   die   schon   bekannten   Schnee- und    Geröllpassagen    geht    es    talwärts.    In    der    Hoffnung    eine    etwas leichtere   Abstiegsroute   zu   gehen,   folgen   die   Sachsen   dem   Tomisek- Weg.   Der   Glaube   versetzte   hier   keine   Berge,   denn   es   geht   genau   so steil   hinunter   wie   hinauf.   Auch   hier   gibt   es   eine   Schneerinne   mit enorm   viel   Absturzpotenzial.   Immer   mehr   Bergsteiger   kommen   uns entgegen.   Brigitte   passiert   gerade   einen   Klettersteig,   da   erschallt   über ihr    der    Ruf    Stone    -    Stone “!    Die    Aufsteigenden    haben    lockeres Gestein   losgetreten.   Wie   Geschosse   pfeifen   die   Brocken   durch   die Luft.   Meine   Frau   weicht   instinktiv   dem   Steinschlag   aus,   drückt   sich an    die    Felswand,    ein    Stein    landet    auf    ihrem    Rucksack.    Beim Ausweichmanöver   verstaucht   sie   sich   den   Knöchel.   Schmerzhaft   geht es   nun   für   sie   Schritt   für   Schritt   zwei   weitere   Stunden   in   endlosen Serpentinen   talwärts.   Ich   trage   ihren   Rucksack   und   gehe   voran.   Zur Mittagsstunde ist der strapaziöse Abstieg beendet.
 Blick auf den Triglav Drei Sachsen am Aljazev stolp auf dem Triglav Unsere Aufstiegsroute In der Morgenstunde geht's am Mauerhaken vorbei Der Aufstieg führt über die Prag-Schwelle Wegweiser mit Zeitvorgabe Die Julischen Alpen zeigen ihre Schönheit Wir treffen im Juli auf unerwartet viel Schnee Brigitte auf dem Weg zum Gipfel Der Grat ist gut gesichert Der Gipfel ist erklommen Spaß muss sein Erich bringt dem "Dreiköpfigen" ein Opfer Rückblick zur Triglavski-Hütte Nach dem Gipfelbesuch wird hier übernachtet Abstieg am Morgen ins Tal Eine heikle Abstiegsstelle Alpensalamander Wer den Triglav bezwungen hat, darf in den Haken steigen Ein Blickfang an der Hütte In der Alpenvereinshütte Aljazev dom wird übernachtet Mountain Hiker
von den Seven Summits der Alpen